miezes welt
leben gehen.#4
Heute ist mal wieder so ein ganz komischer Tag. Auf dem Weg zur Lieblingskommolitonin steh ich schon fast vor ihrer Haustür, als ich total in Gedanken versunken so nem Viech von Kampfhund gegenüber stehe. Vor Schreck muss ich angefangen haben, den Besitzer des Tiers anzuschrein, was ihm einfiele, den blöden Hund nicht anzuleinen. Der brüllt natürlich zurück….”der will nur spieln.” … wers glaubt….
Als ich wieder zur Haltestelle latsche, fängts an zu gewittern, ich laufe über ne Brücke und seh nen Fisch mitten aufm Gehweg liegen, der noch atmet.. ….
(vielleicht bin ich ja bloß etwas überarbeitet…;))
Film: Full Metal Village (So macht Landwirtschaft Spaß) (2007/D)

Tag: 4. Juli 2009, gegen 21 Uhr
Medium: DVD
Genre: Dokumentation
Bildquelle: hier
Dauer: 90 min
Sprache: Deutsch
Buch, Schnitt, Regie: Sung-Hyung Cho
Produktion: Flying Moon
Deckeltext:
Draußen grasen unter holsteinischem Himmel die Milchkühe, drinnen gibt es beim Kaffeekränzchen selbstgebackenen Kuchen. Auf den ersten Blick ein ganz normales Dorf, wie es in Deutschland viele davon gibt, beschaulich und idyllisch – Wacken. Einmal im Jahr jedoch, am ersten Wochenende im August, ist richtig was los. Dann findet für drei Tage das Wacken Open Air Festival statt. “Wacken rules!” dröhnt als Schlachtruf, und 40.000 Heavy-Metal-Fans mit langen Haaren, schwarzen Ledermänteln und Nietenhalsbändern strömen aus aller Welt in das Dorf. Sie sind gekommen, um ihre Musik und sich zu feiern. Schwarze Schlangen bilden sich vor dem kleinen Supermarkt, auf den Wiesen reiht sich in endloser Weite ein Zelt ans nächste, und vor der riesigen Black-Metal-Stage wogen tausende von Armen und Köpfen im harten Rythmus der Metal-Musik. FULL METAL VILLAGE setzt sich mit der kuriosen, liebenswürdigen Begegnung zweier Kulturen auseinander und dokumentiert – über das temporäre Musikereignis hinaus-das Bild einer ländlichen Gemeinde, deren Identität und Zusammenhalt ohne das Heavy-Metal-Festival nicht mehr denkbar scheint.
Der Film hat mich überrascht und ich fand ihn erste Sahne. Wenn man das Genre “Doku” liest, mag der eine oder andre ja gern gähnend die DVD zur Seite legen, aber hier ist es ganz anders. Es lohnt sich wirklich den Film zu sehen. Er setzt sich aus kleineren Szenen zusammen, wobei man dem Landwirt bei der Arbeit über die Schulter zuschaut und dabei viel über die Milchwirtschaft erfährt oder den älteren Damen beim Kaffeekränzchen, den Jugendlichen bei der Gymnastik. Nebenbei wird der gesamte Ablauf des Festivals gezeigt, von der Organisation bis zum Aufbau der Hauptbühnen bis hin zum Festival selbst, mit Konzertmitschnitten(z.B. Ensiferum) sowie das große Aufräumen, welches von vielen Dorfbewohnern mitgetragen wird. Man erfährt viel über die Anfänge der Wacken-Tradition von jemanden, der es in den Anfängen mit aufgebaut hat. Kontraste gibt es vor allem beim Vergleich Kirchenchor und Tanzgruppe zum Metalsound im August, auch Vorurteile der alten Menschen gegen dieses Genre werden aufgearbeitet, auch der Pfarrer der Gemeinde kommt zu Wort. Bemerkenswert ist, dass die Filmemacherin selbst sehr interessiert an der Kultur der Dorfbewohner ist. Der Film besticht quasi mit diesen Kontrasten, für sie allein lohnt es sich, diesen Film zu sehen. Eine meiner Lieblingsszenen sind die Kühe, die zum Metalsound über die Weide laufen. Ich bin der Meinung, dass der Film auf jeden Fall ein Muss für jeden Metalfan ist, der das Festival schon mal besucht hat, aber auch für die, die gerne gute Dokus schaun und mit dem Musikstil nicht so viel anfangen können.
Gelesen 2009
Michel Houellebecq: Plattform
Clemens Meyer: Als wir träumten
H. Blümer/J. Thomae: Eine Frau, ein Buch
Ildikò von Kürthy: Mondscheintarif
Haruki Murakami: Sputnik Sweetheart
Michel Houellebecq: Die Möglichkeit einer Insel
Stefan Aust: Der Baader-Meinhoff-Komplex
Michel Houellebecq: Elementarteilchen
Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker
Lolita Pille: Pradasüchtig
Klaus Mann: Der fromme Tanz
Maxim Biller: Die Tochter
André Gorz: Brief an D.
Jonathan Littell: Die Wohlgesinnten
Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit 1 (Unterwegs zu Swann)
3 Wochen [Erzählung eines Traums]
Ich habe letzte Nacht davon geträumt, die Matheklausur schreiben zu müssen. Ich habe es erst 2 Stunden vorher erfahren und war natürlich so gut wie gar nicht darauf vorbereitet, mir spukten irgendwelche inhomogenen Differentialgleichungen und Riemann-Stieltjes-Integrale im Kopf rum. Ich fragte nochmal eine Kommolitonin in der Bahn, mit der wir zum Klausurenraum gefahren sind und schrieb alles, was ich so hörte, auf einen Zettel. Bis ich merkte, dass ich in der Klausur den Zettel sowieso nicht benutzen darf, denn da wachte ich auf. ….
Gelesen: H. Blümer/J. Thomae: Eine Frau, ein Buch
Dieses Buch hat eigentlich gar keine Handlung, sondern ist im gewissen Maße nur eine Ansammlung von gewissen Fragen, wie sich eine Frau benehmen muss, um für eine Frau mit Stil gehalten zu werden. Dabei werden alle Lebensbereiche abgedeckt. Ob mit der Zeugung -die entscheidende Frage ist hier doch: “Wie werde ich ein Mädchen”- bis zum Tod (und evtl. Heiligsprechung), aber auch so ganz alltägliche Fragen, wie einen Heiratsantrag abzulehnen werden hier mit Fachwissen beantwortet. Oft gab es was zum Lachen, der Stil ist weder als konservativ noch als allzu feministisch, sondern relativ luftig-locker-leicht zu sehen.
Bemerkenswert wäre der äußere Einband des Buchs, der in drei verschiedenen Farben erhältlich ist, elfenbein, pastgellgrün und kirschrot. Der Seitenschnitt ist rabenschwarz, man hat ein besonderes Gefühl beim Anfassen der Seiten, das Papier ist kein gewöhnliches. Als Geschenk an Frauen, (aber auch Männer) eignet sich das Buch also hervorragend.







