Der junge Israeli Motti Wind reist nach dem Libanonkrieg 1982 nach Deutschland und lernt im Flugzeug die deutsche Studentin Sofie kennen, in die er sich verliebt und mit ihr in München eine Familie gründet. Er beschließt in Deutschland, das Land, welches seinen Eltern ein großes Unglück bedeutete, sein Glück zu finden, was ihm leider nicht ganz gelingt. Doch auch Tochter Nurit kann die Schwierigkeiten zwischen beiden Kulturen nicht verdecken und beide Eheleute entfernen sich immer mehr voneinander. Schon die kühle Art Sofies , die anfänglich in einem Institut für Germanistik arbeitet,und die ihrer Eltern, welche typisch deutsche Verhaltensweise an den Tag legen, kann Motti nicht gut ertragen und so kommt es, dass er eine enge Bindung zu Nurit aufbaut, welche später auch sein eigenes, persönliches Unglück bedeutet.
Das Buch hat mir mit dem Stil und den Sprüngen in die Vergangenheit, welche das Bild Mottis erst am Ende komplettieren, sehr gut gefallen. Geradezu fasziniert war ich von der Sprache Billers, welche eher verschwommen und zum Ende hin immer klarere Worte für ein sehr ernstes Thema verwendet, welches man sich beim Hauptakteur Motti erst nicht vorstellen kann und später in seiner Situation doch irgendwie verstehen möchte.









[...] Maxim Biller: Die Tochter [...]