miezes welt

leben gehen.

Archiv für September 25, 2009

#20 [Weg]

Ich bin ab heute mittag für maximal zwei Wochen nicht da. Und lasse den Laptop zu Hause. Demzufolge wirds hier wahrscheinlich für 2 Wochen etwas still sein. Ideen und Gedanken während dieser Zeit werden natürlich aufgeschrieben und tauchen hier irgendwann auf. Bis bald und eine gute Zeit! 😉

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Gesehen: Trennung mit Hindernissen (2006/USA)

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Tag: 25.8.2009, gegen 21 Uhr

Medium: DVD

Genre: Komödie

Dauer: etwa 2h

Sprache: deutsch

Regie: Peyton Reed

Produktion: Universal Studios

Bildquelle: hier.

In der Komödie lernen sich Broke (Aniston), eine Galerieverkäuferin und Gary (Vaughn), ein polnischer Fremdenführer bei einem Baseballspiel kennen. Im Vorspann werden die Beiden als Paar gezeigt, dass sich kennenlernt, miteinander ausgeht und zusammenzieht. Dann treffen sich die Familien das erste Mal zum Essen und zwischen dem Paar kriselt es wegen zu wenigen Zitronen, die Gary mitgebracht hat. Schnell wird deutlich, dass es nicht die Zitronen sind, die das Paar auseinander getrieben haben, sondern dass die Ursachen viel tiefer liegen als angenommen: Sie haben sich irgendwie auseinander gelebt und ganz  unterschiedliche Vorstellungen vom Leben. Das getrennte Paar, welches in der selben Wohnung lebt, versucht sich mit neuen Partnern, zu provozieren, man merkt schnell, dass beide unter der Trennung leiden und sie am liebsten rückgängig machen würden, es aber letztendlich doch nicht tun, da die Interessen so unterschiedlich sind. Dann verkaufen sie die Wohnung. Nachdem sie sich ein Jahr nicht gesehen haben, treffen sie sich wieder und beschließen, sich wieder öfter zu sehen.

Der erste Eindruck: übertrieben, Hollywood eben.

Die Handlung an sich ist ziemlich gut umgesetzt, nur die Dialoge sind zu übertrieben. Man merkt jedoch, dass eine Trennung auch im Stillen, unterbewusst ablaufen kann. Wenn es dann zum Auslöser kommt, ist es zu spät zum Umkehren. Genau das will der Film sagen, denke ich. Beide Partner werden auf ihre Fehler hingewiesen, dass alles in zu schriller Sprache, zu schrillen Worten. Auffällig, laut. Man wird sich auch der Komödie nicht bewusst und ich weiß nicht mehr, wo eigentlich die Witze waren. Nach Ansehen des Films will man erst mal Stille. Vom weiblichen Gekeifer und männlicher Prahlerei.

Gelesen: Stefan Aust – Der Baader-Meinhoff-Komplex

Das Buch handelt, man erkennt es am Titel, von der RAF und ihren Auswirkungen auf Staat & Gesellschaft. Von ihren Anfängen über die immer größer werdende Gruppe bis hin zu den letzten ähnlichen Gruppierungen inklusive dem „Deutschen Herbst“. Treffend wird über die einzelnen Charaktere berichtet, welchen Platz sie in der Gruppe einnehmen und die real vorherrschenden Konflikte der Gruppe, die man mit der Zeit nachvollziehen kann. Aber auch von den Auswirkungen auf gerade die jungen Leute, die sich immer öfter mit der Gruppe solidarisieren konnten.

Vor einem Jahr habe ich den Film gesehen und habe mich dann entschieden, auch noch das Buch zu lesen. Ich persönlich habe diese schwierige Zeit nicht erlebt, empfand aber dieses Buch als das Beste, was über diese Thematik existiert. Stil und Sprache sind der Ernsthaftigkeit des Themas vollkommen angemessen, man fühlt sich so, als bekomme man wirklich, wie es ja auch ist, von einem Zeitzeugen erzählt. Dabei ist es zwischendurch nicht langweilig, sondern behält seine Spannung bei. Ein Gutes haben solche Bücher: man weiß, wie es ausgeht. Prädikat: sehr lesenswert.