miezes welt

leben gehen.

#23

„(…)Schweren Herzens kehre ich zu Shankar zurück. Hammerschlägen gleich hallen Swapna Dewis Worte in mir nach. Wie einen tollwütigen Hund will sie Shankar loswerden. Nie zuvor habe ich so gegen meine Armut aufbegehrt wie in diesem Augenblick. Ich wünschte, ich könnte dem Hund sagen, er hätte sich vor dem Zubeißen vergewissern sollen, ob sein Opfer auch für das Gegenmittel aufkommen kann.( …)“

auf S. 302 aus Vikas Swarup „Rupien, Rupien!“.

An der Stelle des Buches stirbt ein guter Freund des Erzählers, der, wie der Erzähler selbst nicht besonders reich ist, an Tollwut nach einem Hundebiss. Kurz vor seinem Tod verstößt auch dessen Mutter ihn, die, trotz ihres Reichtums, das Gegenmittel für ihren Sohn nicht bezahlen möchte.

 

 

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#22 [Lieblingswetter]

Heute ist es, wie die letzten Tage, sonnig, kalt und klar. Die Sonne lässt einem das herbstliche Herz aufgehen. Der Atem wird sichtbar an der kalten Luft und es gibt beim Ausatmen silberscheinende Wölkchen. Die Wangen werden rosig, warm eingepackt lässt sich dieses Wetter am besten genießen. Es ist mein Lieblingswetter, nicht Sommer oder Winter, sondern das im Herbst, im Oktober und November. Auch im Februar taucht dieses Wetter auf. Der Sommer ist mir eindeutig zu warm. Der Winter, wenns schneit, zu kalt, zu depressiv….ich mag auch die bunten Blätter, die farbigen Bäume und den blauen Himmel, die kreiselnden hellbraunen Ahornsamen vorm Fenster, die auf den ersten Blick aussehen, wie kleine braune Falter oder kleine Vögel. Ich mag drinnen Tee trinken und draußen spazieren gehn….bunte Herbstfotos machen. Hoffentlich bleibts noch lange so.

Gelesen: Lolita Pille – Pradasüchtig

Auf Wunsch hier heute diese Buchvorstellung.

Dazu muss ich erklären, wie es kam, dass ich so ein Buch gelesen habe, obwohls vom Titel her nicht unbedingt meinen Geschmack trifft. Grund hierfür war meine Deutschlehrerin in der 13. Klasse kurz vorm Abitur, die die Nase voll hatte vom allzu klassischen und zu wenig modernen Literaturempfehlungen auf dem Lehrplan. Also schlug sie vor, dieses Buch zu lesen. Natürlich ist es jetzt alles schon ein Weilchen her, ich habe es mir nicht nehmen lassen, trotz vieler Markierungen und Interpretationsanmerkungen das Buch noch mal zur Hand zu nehmen. Der Titel klingt nach leichter Lektüre, wirklich tollstes Klischee. Innen drin siehts schon anders aus.

Es geht um die französische High-Society in Paris. Hell, ein 18-jähriges Mädchen, dass diesem Klientel angehört, hat alles: Geld, Designerklamotten, schlaflose durchtanzte Nächte und alles, was man sonst noch braucht, wenn einem den ganzen Tag langweilig ist und man immer zu Shoppen geht. Noch dazu hat sie einen fast unübersichtlich großen Bekanntenkreis, nur wirklich tiefgründige Freundschaften hat sie nicht. Und ab dem Punkt bemerkt man spätestens, dass ihr Leben ebenso freudlos, sowie ohne jegliche Perspektive abläuft, wie das eines Menschen, der evtl irgendwo anders in der Gesellschaft steht, nein, vielleicht ist sein Leben sogar noch glücklicher. Bis sie eines Tages Andrea kennenlernt, der ihr ein tiefstes innerliches Bedürfnis zeigt und versucht auszufüllen, was vorher noch nie jemanden gelungen ist…

Das Buch fand ich für meinen Teil schon überraschend. Soviel Kritik an der Gesellschaft, im Grunde weniger Glamour, als man sich beim Titel vorstellen kann. Die Sprache könnte genauso gut die eines drogensüchtigen Mädchens sein, was die ganz harten Zeiten miterlebt hat, jedoch trifft sie das Prinzip sehr genau: auch in oberen Gesellschaftsschichten sind die Leute nicht automatisch glücklicher, vor Allem der Sarkasmus und die Ironie reizen zum Lesen. Wider Erwarten, von anfänglichen Zweifeln mal abgesehen, auch bei zweimaligen Lesen ein gutes Buch.

 

 

Gelesen 2009

Michel Houellebecq: Plattform

Clemens Meyer: Als wir träumten

H. Blümer/J. Thomae: Eine Frau, ein Buch

Michael Cunningham: Die Stunden

Ildikò von Kürthy: Mondscheintarif

Haruki Murakami: Sputnik Sweetheart

Michel Houellebecq: Die Möglichkeit einer Insel

Stefan Aust: Der Baader-Meinhoff-Komplex

Michel Houellebecq: Elementarteilchen

Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker

Lolita Pille: Pradasüchtig

Klaus Mann: Der fromme Tanz

Maxim Biller: Die Tochter

André Gorz: Brief an D.

Jonathan Littell: Die Wohlgesinnten

David Forster Wallace: Georg Cantor (Der Jahrhundertmathematiker und die Entdeckung des Unendlichen)

Katherine Kressmann Taylor: Adressat unbekannt

Peter Prange: Der letzte Harem

Frederik Hetmann: Traumklänge (oder Das längste Märchen, das es je gab.)

Werner Bräunig: Rummelplatz

Jonathan Franzen: Schweres Beben

Christine Anlauff: Good Morning, Lehnitz

Jeffrey Eugenides: Middlesex

Ulrike Draesner: Spiele

Vikas Swarup: Rupien! Rupien!

-5 Wochen

Die Schufterei hat sich, trotz schlechter Prognosen meinerseits doch gelohnt: ich habe nun mein Chemievordiplom, und das mit einer Note, die für mich noch ziemlich unrealistisch klingt. Aber: Schwamm drüber und einfach drüber freuen. 😉

Ich weiß schon, warum ich solche Zeitschriften nie kaufen werde….wenn mich Mode so interessieren würde, hätte ich ja immer noch das Internet.[dieses Thema ist schon weit über den Beta-Status hinaus, ja, ich bin weiblich und interessiere mich zwar für Mode, aber nicht so, dass ich mir deswegen für ein kleines Vermögen irgendwelche solcher Zeitschriften kaufen würde.]

Und die Campustüte, wegen der an einem Stichtag in der Woche die ganze Mensa verstopft ist, weil in dieser Tüte kostenloses Bier(Schöfferhofer Kaktusfeige….mir schmeckts nicht so richtig…mich erinnert das an eine bestimmte Körperflüssigkeit aus dem Magentrakt) drin ist, ist auch immer mit zwei Zeitschriften gefüllt (die Tüte gibts in 2 Versionen, männlich und weiblich)…eine Klatschzeitschrift und eine Frauenzeitschrift, ist kostenlos, d.h. man kann sich über die neuesten Trends sehr günstig informieren….

Auf was ich hinauswollte: Finja bloggt heute über die Zeitschrift inStyle und ihre steinzeitliche Vorstellung über Arbeitszeiten. Äußerst empfehlenswert.

#21 [Meta-Gedanke -> Beta-Status]

Gleich werd ich schlafen gehen. Ich bin schon seit heute nachmittag richtig k.o., seit eben tun mir die Knie weh. Ich musste diese Woche erst nen Arbeitsrythmus finden, was nicht so leicht ist, bei 2mal Praktikumsvorbereitung, nebenbei doch bitte noch ne Konsultation zur Verbesserung einer Klausurnote und Vorlesungen und Übungen gleichermaßen vorbereiten….leicht wirds nicht, das kann ich euch sagen, trotzdem werde ich versuchen, meinen Blog nicht zu vernachlässigen….aber Ideenmangel kommt nun mal vom Zeitmangel….also dann. Bis zum nächsten Zeitfenster. Mein Meta-Status geht nun in die Beta-Phase über. Gute Nacht.